Wie schon in unserem letzten Beitrag erwähnt, verbrachten wir die ersten Tage auf Koh Samui entspannt. Wir genossen die Sonne, das Meer und das Leben mit vielen Eiskaffees. Nach drei Tagen liehen wir uns wieder einen Roller aus, um die Insel zu erkunden.
Unser erster Ausflug führte uns zu den „Grandmother und Grandfather Rocks“. Dies sind Felsen, die wie das weibliche und das männliche Geschlechtsteil aussehen. Als wir dort ankamen, konnten wir den männlichen Part deutlich erkennen, für den weiblichen benötigten wir jedoch ein wenig Fantasie 🙃. Natürlich kamen dem Krissi wieder Blödheiten in den Sinn und wir haben lustige Bilder gemacht 😅 (wir waren aber nicht die einzigen mit dieser Idee).
Weiter ging die Fahrt zu einer Tempelanlage, in der man einen mumifizierten Mönch anschauen kann. Dieser starb 1974 beim Meditieren und wollte in dieser Position mumifiziert werden. Der Körper ist gut erhalten, lediglich die Augen sind herausgefallen und daher trägt er jetzt eine Sonnenbrille 😎. Einen weiteren Nachmittag verbrachten wir bei dem bekannten goldenen „Big Buddha“, welcher über die Insel wacht. Anschließend besuchten wir eine weitere große Tempelanlage. Dort überraschte uns ein starker Regenguss welcher für Abkühlung sorgte. Als der Regen nachgelassen hatte, machten wir uns auf den Weg nach Hause und stoppten unterwegs noch bei einem kleinen Markt. Die Waren auf den Märkten wirkten zwar relativ frisch und die Fische lagen zur Kühlung auf Eis, aber ihr könnt froh sein, dass ihr die Gerüche dort nicht wahrnehmen konntet. Durch den Mund zu atmen hat aber sehr gut geholfen. Zu Krissi‘s Freude gab es tonnenweise Garnelen zu kaufen, welche er sich fast jeden Tag in der Pfanne bruzzelte. Eine andere Rollerfahrt brachte uns zu dem so genannten „Overlap Stone“. Dies ist ein riesiger Stein auf einem Felsvorsprung von dessen Rückseite man eine tolle Aussicht auf die Küste hat. Die Anfahrt dorthin war sehr steil und einige Male hatten wir Bedenken, ob es der Roller denn schaffen würde, aber wir kamen ohne Probleme an. Auch hier wurden wir auf dem Weg zurück zum Roller von einem Regenguss überrascht. Diesmal machten wir uns aber trotz des beginnenden Regens schnell auf den Rückweg, denn wir wollten die steilen und rutschigen Straßen nicht im Nassen riskieren. Klatschnass, aber heil und unversehrt sind wir zu Hause angekommen.
Am Tag darauf sollte der letzte Ausflug zu dem „Na Mueang Waterfall“ gehen. Der Weg zum Wasserfall war ein Abenteuer für sich. Zuerst ging es über eine „kleine Hängebrücke“ (Bretter und Balken waren wahllos zusammengenagelt und mit Seilen gestützt). Hinterher kletterten wir am Flussbett entlang nach oben. Leider machten uns die Gelsen sehr zu schaffen. Da wir unser Moskitospray vergessen 🤦🏻♀️ und jeder von uns schon ca. 15 Stiche hatte, entschieden wir uns auf halbem Weg dazu umzukehren und genossen lieber einen Fruchtshake und einen Eiskaffee bei einem netten kleinen Shop auf der Zufahrtsstraße zum Wasserfall. So endeten unsere Tage auf Koh Samui, aber es sollten nicht die letzten sein.
Wir haben uns hier super wohl gefühlt und es war sehr traurig zu sehen, dass das Ausbleiben der Touristen durch die Pandemie, die Insel sehr getroffen hat. Viele Shops und Restaurants mussten leider schließen und stehen nun leer. Mit unserer Vermieterin haben wir uns über die Coronasituation in Thailand unterhalten und waren geschockt. Zu Beginn bekamen die Unternehmer Unterstützung von der Regierung, aber das ließ sehr schnell nach. Gegen Ende erhielten sie lediglich rund 30€ Zuschuss für drei Monate. Mit diesem Geld konnten weder die laufenden Kosten noch der Lebensunterhalt gedeckt werden. Der Tourismus läuft zur Zeit gottlob wieder an, aber es sind trotzdem erst 15-20% der üblichen Anzahl an Touristen vor Ort. Diese Touristen profitieren momentan allerdings sehr von einem leeren und erholten Thailand.
Koh Samui erkunden




























