Die Nebelwälder von Monteverde

Um von La Fortuna nach Monteverde zu kommen gibt es zwei Möglichkeiten. Die Erste ist eine Busfahrt und die zweite Möglichkeit ist ein Privatshuttle und nennt sich “Jeep-Boot-Jeep“. Mit dem Bus fährt man um den See Arenal herum, die Straßen sind sehr holprig und kurvig und es würde ca. 9 Stunden dauern. Jeep-Boot-Jeep bedeutet, dass man mit einem organisierten Shuttle zum See gefahren wird, dort in ein Boot steigt und am anderen Ufer wieder von einem Van abgeholt wird. Wir haben uns für die “Jeep-Boot-Jeep“ Variante entschieden, welche uns zwar 25 Dollar = 22€ pro Person kostete, aber dafür nur 4 Stunden in Anspruch nahm. Monteverde ist bekannt für seine Nebelwälder, welche wir auch am ersten Tag besuchen wollten. Wir entschieden uns für den Nationalpark Santa Elena. Das Wetter hat dem Nebelwald alle Ehre gemacht und es hat den ganzen Tag geregnet. Obwohl es auch nach dem Frühstück nicht besser wurde, machten wir uns trotzdem auf den Weg zum Nebelwald. Nach einer zweistündigen Wanderung im Regen waren wir komplett durchnässt und fuhren wieder zurück in die Unterkunft. Naja, die 37 Euro Eintritt haben sich jetzt nicht wirklich gelohnt 😂. Nach einer warmen Dusche und einem kurzen Schläfchen ließen wir den verregneten Tag in einem örtlichen Kaffeehaus ausklingen.
Mit dem in La Fortuna getroffenen Pärchen Laurent und Sahar verbrachten wir auch unsere Zeit in Monteverde und wir beschlossen auch weiterhin gemeinsam durch Costa Rica zu reisen.
Am nächsten Tag ging es für uns alleine auf eine Kaffee-Kakao-Zucker Tour, diesmal gottlob bei schönem Wetter. Bei den ersten Kaffeepflanzen, welche gerade reife Frücht trugen wurde uns der Ausbau sowie der Verarbeitungsprozess grob erklärt. Weiter ging zu einer Kakaopflanze. Da es in Monteverde allerdings zu kalt für den Kakaoanbau ist, wurde hier nur dieser Baum zu Anschauungszwecken gepflanzt. Nebenan in einem Zelt konnte man Kakaobohnen in verschiedenen Zuständen betrachten. Am Weg zur nächsten Station nahmen wir schon aus der Ferne einen schokoladigen Duft wahr. Es war eine kleine Küche bei der uns alles über Kakao erklärt wurde. Als Erstes lutschten wir frische Kakaobohnen (schmecken ähnlich wie Litschi). Danach konnten wir fertig fermentierte und geröstete Bohnen knabbern (schmecken sehr bitter). Zu guter letzt machte unser Guide einen heißen Kakao aus frisch gemahlenen Kakaobohnen und verschiedenen Gewürzen. Ach ja, Schokolade war natürlich auch dabei. 😍
Nach dem Schoko-Genuss blieb es süß – wir kamen zum Zuckerrohr. Zuerst bekamen wir Kostproben einer frisch geernteten Zuckerrohrstange (schmeckt gar nicht so süß wie man denkt, besteht größten Teils aus Wasser). Anschließend konnten Krissi und ein zweiter Mann unserer Gruppe, ihre Kräfte beweisen und das Zuckerrohr pressen. Mit ein paar Schweißtropfen im Gesicht, konnte er dann das fertige Produkt probieren – Zuckerrohrsaft.
Nach dem ganzen süßen Zeug kamen wir endgültig zu Krissi’s Lieblingsthema – Kaffee. Unser Guide zeigte uns wie man die reifen Bohnen richtig erntet und Conny durfte sich dann gleich als „Plantagenarbeiterin“ üben. Da man jede Bohne einzeln von der Pflanze nehmen muss, ist die Ernte mühsam. Kaffeebohnen werden nach der Ernte zuerst getrocknet. Danach von diversen Schalen getrennt und anschließend geröstet. Zum Abschluss der Tour wurde Kaffee frisch gemahlen, gebrüht und natürlich verkostet. Krissi war im „7. Kaffeehimmel“ denn für ihn war es der beste Kaffee, den er je getrunken hatte. Die Führung endete in einem Souvenirshop in dem wir Kakaolikör probierten. Den Rest des Tages verbrachten wir mit Tasche packen und Essen kochen. Der nächste Tag sollte uns endlich ans Meer bringen 😍

1 Kommentar

  1. Avatar von bxf65775@zwoho.com bxf65775@zwoho.com sagt:

    Wie grandios! Da bekommt man glatt Lust auf eine Kaffeepause! Hoffe euch beiden Lieben geht es weiterhin gut und habt eine schöne Reise. Ich knabber jetzt ein Stück Sachertorte mit einer Wiener Melange und denke an euch. Ich bete heute Abend für euch Kinder.
    Liebe Grüße,
    eure Marianne

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