Umringt von Vulkanen

Unser erster Stopp in Guatemala war, wie schon berichtet, die Stadt Panajachel am See Atitlan in der wir auch unsere ersten Nächte verbrachten. Von hier aus erreicht man alle am See liegenden Orte mittels Fähre.
Da wir von Österreich etliche wunderschöne Seen kennen, waren wir anfangs skeptisch, ob wir überhaupt zu diesem See fahren sollen. Doch es hat sich definitiv gelohnt.
Der See ist auf circa 1500m Seehöhe und umgeben von einigen, über 3000m hohen, Vulkanen. Wir verbrachten die Abende an der Seepromenade, saßen am Ufer und lauschten der Live-Musik eines Einheimischen. Der Blick auf diese einzigartige Kulisse machte uns ein wenig sentimental und wir waren sehr dankbar, dass wir in dieser unsicheren Zeit den Schritt für die Reise gewagt hatten.
Nach zwei Tagen in Panajachel fuhren wir mit der Fähre (die hier Lancha genannt wird) nach Santa Cruz. Hier haben wir zwei Nächte in einem Hostel namens „Free Cerveza“ (spanisch für „Freibier“) verbracht. Gemäß dem Namen des Hostels, gab es jeden Tag von 17-19 Uhr Freibier. Am ersten Abend lernten wir eine lustige Runde von Kanadiern kennen, mit denen wir Uno spielten und am, vom Hostel veranstalteten Spiel „Tequila-Limbo“, teilnahmen. Man musste unter einer Limbostange durchtanzen und wenn man es geschafft hatte, bekam man einen Tequilashot direkt in den Mund gegossen. Da wir nicht so gelenkig sind, war es für uns nach der dritten Runde vorbei. 😅 Die erste Nacht haben wir im Lakehouse, einer kleinen Holzhütte die auf Stehern direkt über dem See gebaut wurde, geschlafen. Das Rauschen des Wassers unter uns und die Aussicht auf den See tagsüber machten dies zu einer einzigartigen Erfahrung. Zur Krönung stellten wir uns den Wecker auf 5:00 Uhr, um den Sonnenaufgang vom Bett aus zu bewundern.
Den nächsten Tag über chillten wir am Ufer des Sees, sind geschwommen und haben Karten gespielt. Am Abend wurde eine Thanksgiving Party mit DJ veranstaltet. Zu essen gab es Kürbiscremesuppe, Truthahn mit Knödel und Gemüse und Muffins – es war köstlich. 😍 Nach dem super Essen folgte ein sehr lustiger Abend – wir lernten einige neue Leute kennen und spielten Bierpong, Cornhole, NeverHaveIEver und Karten. Diese Nacht schliefen wir in einem Zelt, in dem es überraschend gemütlich war. Trotz des erhöhten Alkoholkonsums begann der nächste Tag sehr früh, denn wir nahmen an einer Sonnenaufgangswanderung teil.
Mit einer kleinen Gruppe und drei Hunden ging es los auf den doch recht steilen Berg. Wir merkten recht bald, dass ein oder zwei Bier weniger am Vorabend, besser gewesen wären. Nach ca. einer Stunde erreichten wir unser Ziel. Der steile Weg bergauf endete und wir kamen bei einer kleinen Lichtung raus. Von hier aus hatte man eine atemberaubenden Aussicht. Unter uns lag der See umgeben von Vulkanen und die ersten Sonnenstrahlen fielen schon über die Gipfel. In der Ferne sahen wir den Vulkan Fuego mit einer Rauchwolke bei der Spitze. Während wir den Sonnenaufgang genossen unterhielten wir uns mit unserem Guide über Fakten zum See und den umliegenden Vulkanen.
Beim Zurückgehen haben wir einen anderen Weg eingeschlagen. Dieser führte uns durch Büsche, meterhohem Gras und über Stock und Stein doch leider ohne Erfolg. Wir kamen nicht wie geplant ins Tal und mussten somit umkehren. Um 7:45 Uhr waren wir wieder zurück im Hostel und hatten uns das Frühstück redlich verdient. Den restlichen Vormittag haben wir wieder am See verbracht und am Nachmittag fuhren wir mit der Fähre zurück nach Panajachel.
Von Panajachel ging es am nächsten Tag mit einem gebuchten Shuttle in die kleine Stadt Antigua. Antigua ist eine Stadt aus der spanischen Kolonialzeit und bekannt für ihre bunten Häuser, viele alte. Kirchen und Kathedralen sowie ihr Kopfsteinpflaster (echt mühsam zu gehen und sehr holprig beim Fahren). Wie immer gab es viele Shops, Restaurants und Bars. Viel mehr gibt es zu Antigua einstweilen nicht zu sagen, außer dass wir die Stadt als Ausgangspunkt für eine Vulkanwanderung genutzt haben.
Der Beitrag dazu folgt 😉

Eine kurze witzige Geschichte zum Abschluss: Am ersten Abend in Antigua gingen wir in eine Skybar, in der man einen tollen Blick über die Stadt hatte. Auf einmal sahen wir in der Ferne den Vulkan Fuego wir er gerade Lava spuckte. Die leuchtende Lava war kilometerweit zu sehen und wir kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Wir freuten uns wie kleine Kinder und die Kellner sahen uns verwundert und lachend an. Man merkt halt doch den Unterschied zwischen Einheimischen und Touristen 😂

3 Kommentare

  1. Avatar von ingrid rodinger ingrid rodinger sagt:

    sooooooo schön. Tolle Eindrücke. Danke, dass ich aus der Ferne (dem nebeligen und kalten Wien) teilhaben darf.

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  2. Avatar von Markus Markus sagt:

    Vielen Dank für die beieindruckenden Reiseberichte! Die Fotos sind spitze, da fängt mein Abenteuerherz gleich wieder schneller zu schlagen an 😊
    Wir haben auch schon die halbe Welt gesehen und denken jetzt wehmütig daran zurück.

    Wir wünschen euch noch eine tolle Zeit voller Abenteuer und einen guten Rutsch ins neue Jahr! 🎇

    Lasst es krachen!!!

    Ganz liebe Grüße aus dem frostigen Österreich senden Markus und Silvia

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  3. Avatar von Brigitte FRAISL Brigitte FRAISL sagt:

    Einfach alles ein Traum.!! Genießt es .EINMALIG.
    LIEBE GRÜßE

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