Am 10. Dezember starteten wir endlich unseren Roadtrip. Von Melbourne fuhren wir westlich Richtung „Great Ocean Road“. Unser erster Stopp war in „Aireys Inlet“. Von dort machten wir am nächsten Tag eine kleine Wanderung zum Leuchtturm der Stadt. Der Pfad dorthin führte an einer Steinklippe entlang und es bot sich eine tolle Aussicht auf das Meer.
Anschließend ging unsere Fahrt weiter und wir kamen zum Beginn der Great Ocean Road. Unser Ziel für diesen Tag war der „Great Otway National Park“. Auf unserem ausgewählten Campingplatz wurden wir von einem Koala, der direkt über uns im Baum saß, begrüßt. Fatalerweise wussten wir nicht, dass diese kleinen flauschigen Tierchen nachts ziemlich laut brüllen. Zu allem Unglück wurde das Wetter im Laufe des Abends immer schlechter und es hat die ganze Nacht durchgehend geregnet. Somit sank auch die Temperatur und wir hatten am nächsten Morgen nur noch ungemütliche zwölf Grad im Bus und eine Luftfeuchtigkeit von 100%. Da das Wetter nicht besser und wärmer wurde, machten wir zum Aufwärmen eine Fahrt zum nächsten Supermarkt. Den Rest des Tages verbrachten wir im Auto am Campingplatz.
Obwohl das Wetter auch weiterhin sehr unbeständig blieb setzten wir unsere Fahrt fort. Ausgestattet mit einer langen Hose, dicken Socken, Regenjacke und Haube fuhren wir zum Wreck Beach. Das letzte Stück der Strecke war eine holprige Schotterstraße mit teilweise tiefen Löchern. Durch den ständigen Regen hatten wir ein wenig Angst im Matsch stecken zu bleiben, deshalb ließen wir den Van stehen und gingen zu Fuß. Auch am Strand herrschte das komplette Gegenteil von passendem Strandwetter. Es war sehr windig, der Regen klatschte uns ins Gesicht und das Meer war extrem unruhig.
Der Grund weswegen wir hier hergekommen waren, war ein alter Schiffsanker den man hier am Strand besichtigen kann. Da das Wetter so schlecht war und mittlerweile auch schon die Flut einsetzte, machten wir jedoch auf halbem Weg kehrt und gingen unverrichteter Dinge zurück zum Auto. Durch die Flut hätte man den Anker sowieso nicht sehen können. Nass und frierend kamen wir zurück zum Van. Unsere Fahrt ging weiter und wir machten Halt beim „Thunder Cave“. Hier hatten wir Glück, denn ab und zu blinzelte sogar ein wenig die Sonne durch die Wolken. Lediglich der Wind war geblieben. Außerdem machten wir noch Halt bei dem „Loch Ard Gorge“ und einem weiteren Aussichtspunkt. Den Rest des Tages verbrachten wir auf einem weiteren Campingplatz. Dieser sollte für den Besuch von Kängurus bekannt sein. Und tatsächlich kamen zur Dämmerung die Kängurus aus den Büschen gehoppelt und nach kürzester Zeit waren wir komplett umzingelt von den schönen Tieren 😅.
Am nächsten Tag besuchten wir den letzten Punkt auf unserer Liste der sehenswerten Punkte der Great Ocean Road, die „Zwölf Apostel“.

Da das Wetter immer noch sehr wechselhaft war und der Wind uns um die Ohren pfiff, blieben wir nur kurz und gingen recht rasch zurück zum Auto. Wir wollten das Auto starten doch es passierte nichts. Na toll – tausend Gedanken schossen in unseren Köpfen herum. Zum Glück hatten wir uns vorsorglich Starterkabel gekauft und baten einen Mann um Starthilfe. Dieser war sehr freundlich und hat uns versucht zu helfen doch leider brachte auch die gegebene Starthilfe nichts. Der Motor war „tot“. Der Mann gab uns noch den Tipp einen Streckendienst anzurufen, der würde uns eventuell dann zu Hilfe kommen. Wir telefonierten gefühlt ewig, doch ohne Mitgliedschaft war nichts zu machen und alle anderen Mechaniker waren zu weit weg. Wir waren hier irgendwo mitten im nirgendwo.
Verzweiflung machte sich breit. Wir wussten nicht weiter und fragten uns schon, ob wir die Nacht dort auf dem Parkplatz verbringen müssten. Nachdem uns niemand helfen konnte oder wollte, starteten wir noch einen Versuch und überbrückten die Batterie mit unserer Zweitbatterie – Alles angehängt, Schlüssel ins Schloss, einmal drehen und tatsächlich ist der Bus angesprungen – wir waren so glücklich über das Geräusch des laufenden Motors 😅.
Nach diesem Zwischenfall packten wir unsere Sachen zusammen und fuhren zurück Richtung Melbourne. Einfach um in der Nähe einer größeren Stadt zu sein, falls wieder ähnliches vorkommt.
Unser Fazit zur Great Ocean Road: Bei schönem Wetter sicher toll. Es gibt viele schöne Strände, die mit den Felsen bei Sonnenlicht sicher besser zur Geltung kommen. Bedingt durch unsere schlechten Wetterbedingungen, waren wir leider nicht so beeindruckt.























