Nach ein paar Tagen im heißen Norden, kamen wir endlich in die Hauptstadt – nach Bangkok. Den ersten Vormittag verbrachten wir im Lumphini Park, einer großen Parkanlage inmitten der Wolkenkratzer. Wir suchten uns ein schattiges Plätzchen, von dem aus wir unter anderem auch Komodowarane beobachten konnten, welche dort frei im Park leben.
Am Nachmittag nahmen wir die U-Bahn nach Chinatown. Wir schlenderten durch die vielen langen Marktgassen und Abends wurde sogar die Hauptstraße zu einem Foodmarkt. Es reihte sich ein Essensstand an den nächsten – bei einem nahmen wir Platz und aßen gebratene Nudeln. Mit vollem Bauch fuhren wir zurück in unser Hotel. Für den Rückweg nahmen wir das erste Mal den Bus. Das Busnetz der Stadt ist hervorragend ausgebaut und extrem günstig, weshalb wir uns für die restlichen Tage immer für diese Möglichkeit entschieden.
Den nächsten Tag wollten wir eigentlich im Königspalast verbringen. Doch es kam ganz anders. Nachdem wir aus dem Bus ausgestiegen und auf dem Weg zum Palast waren, sprach uns ein Mann an. Nach ein paar Worten erklärte er uns, dass der Palast heute geschlossen bleibt, da der König in die Stadt bzw. in den Palast kommt. Plötzlich holte er aus seiner Tasche einen Zettel und einen Stift heraus, zeichnete drei Tempel darauf und ging damit zu einem Tuk Tuk Fahrer. Schon hatten wir stattdessen eine Tagestour zu verschiedenen Tempeln organisiert bekommen. Zu unserer Freunde um wenig Geld, denn für das Tuk Tuk bezahlten wir nur 150 Baht = 4€. Der erste Tempel hieß „Wat Saket“ oder auch „Golden Mountain“. Unser Tuk Tuk Fahrer brachte uns zum Eingang und sagte, dass er am Parkplatz auf uns wartet. Ein wenig skeptisch waren wir schon ob der ganzen Situation. Wir fragten uns die ganze Zeit, ob der Fahrer wirklich zuverlässig warten würde. Ansonsten würden wir irgendwo mitten in Bangkok stehen und uns selbst um die Rückkehr kümmern müssen. Wir ließen es einfach auf uns zukommen und gingen die Treppenstufen hinauf zum Tempel. Oben angekommen hatten wir einen tollen Blick über Bangkok und konnten auch einen der vielen Gongs (siehe Bilder) schlagen hören – man sagt drei Schläge sollen Glück bringen 😊.
Nach 20 Minuten machten wir uns wieder auf den Weg hinunter und unser Tuk Tuk Fahrer war tatsächlich noch da. Das überzeugte uns davon, dass es eine „seriöse“ Fahrt war. Wir freuten uns richtig solch eine günstige Tour bekommen zu haben.
Wir stiegen wieder ein und fuhren weiter. Beim zweitenTempel blieben wir nur kurz, da wir schon sehr viele Anlagen dieser Art gesehen haben. Zum dritten und auch letzten Tempel unserer Tour, mussten wir ein Boot nehmen. Daher brachte uns der Tuk Tuk Fahrer zu einem kleinen Hafen und meinte, dass seine Fahrt hier zu Ende wäre.
Der Mann auf dem Boot erklärte uns, dass wir eine kleine Rundfahrt durch die Kanäle von Bangkok bekommen und anschließend beim „Wat Arun“ Tempel aussteigen müssen. Wir konnten den Preis von 1500 auf 500 Baht = 13,30€ herunterhandeln und stiegen ein. Zuerst fuhren wir auf dem großen Fluss umher und waren ein wenig enttäuscht. Wir dachten uns: „für das Geld tuckern wir jetzt hier auf dem dreckigen Fluss herum und müssen uns mit den hohen Wellen der großen Schiffe herumschlagen“. Doch nach kurzer Zeit bogen wir in kleinere Kanäle ein. Was wir dort sahen, war beeindruckend. In den Kanälen von Bangkok herrscht ein ganz anderes Leben. Die Häuser sind auf Holzstelzen direkt ins Wasser gebaut und teilweise schon extrem in die Jahre gekommen. Viele hingen schief im Wasser oder waren schon komplett eingefallen. Dennoch konnten wir unsere Blicke auf einige Leute in ihren „Wohnzimmern“ werfen. Trotz dieser widrigen Bedingungen sahen sie glücklich aus. Für uns wäre es unvorstellbar hier zu leben. Nach einer guten Stunde Bootsfahrt kamen wir beim letztenTempel an. Hier mussten wir erneut Eintritt bezahlen. Alles in allem war der Tag doch nicht mehr so günstig wie wir anfangs dachten. Dieser Tempel war anders als die bisherigen. Hier war nichts vergoldet und wir konnten auch keine Buddha Statue finden. Stattdessen wurde er mit einer Art Mosaik verziert und die Figuren an der Wand erinnerten uns ein wenig an die Anlagen in Mexiko. Nachdem wir uns alles angesehen hatten, fuhren wir noch in die Khao San Road. Sie ist eine berühmte Partymeile und ein Backpackertreffpunkt. Da es aber erst 16 Uhr war, war hier noch nicht viel los. Nach einem kleinen Mittagessen und einem Fruchtshake nahmen wir den Bus nach Hause.
Unsere Tage in Bangkok – Teil 1




































