Unser Ziel am Festland war Ao Nang – ein kleines Örtchen am Strand, 20 Minuten von Krabi entfernt. Am ersten Tag erkundeten wir den Ort und schlenderten durch die Gegend. Plötzlich überraschte uns ein starker Regenguss. Die Kanäle gingen über und auf den Straßen haben sich innerhalb weniger Minuten Bäche gebildet. Wir waren zu diesem Zeitpunkt aber gerade schon beim Essen und konnten glücklicherweise das Spektakel von Drinnen beobachten 🙈.
Am zweiten Tag liehen wir uns mal wieder einen Roller und machten einen Ausflug zu dem berühmten „Tiger Cave Temple“. Schon nach ein paar Metern außerhalb des Ortes Ao Nang Richtung Krabi waren wir von der Landschaft beeindruckt. Krabi ist für seine steilen und hohen Felswände aus Kalkstein bekannt. Die Straßen führten mitten hindurch. Nach 30 Minuten Fahrt kamen wir bei dem Tempel an, wo direkt beim Eingang ein Mönch gerade einige Affen fütterte. Seit unserem Erlebnis mit einem frechen Affen in Phuket, sind wir etwas vorsichtig mit diesen Tieren. Daher waren wir froh, dass sie abgelenkt waren und wir uns vorbeischleichen konnten.
Zuerst besuchten wir den Tempel, der in eine Höhle hinein gebaut wurde. Der Legende nach, soll hier einst ein Tiger gelebt haben – daher auch der Name „Tiger Cave/Tiger Höhle“. Ein weitererer Tempel steht auf einem Berg. Ihn kann man über ca. 1300 Stufen erklimmen, also hieß es mal wieder Treppen steigen 😅. Die ersten 200 waren ganz ok, aber es wurde immer anstrengender. Mittlerweile machten wir alle 100 Stufen eine kurze Pause. Da es mir an diesem Tag nicht so gut ging, blieb ich ca. 200 Stufen vor dem Ziel sitzen und wartete auf Krissi, der allein weiterging. Der Tempel selbst, ist nicht wirklich gepflegt und schon in die Jahre gekommen. Lediglich die Aussicht auf Palmenplantagen und Kalksteinwände haben die Mühe gerechtfertigt. 20 Minuten später war Krissi wieder bei mir und etwa eine halbe Stunde danach, waren wir wieder unten.
Der Weg zurück führte uns durch eine dieser Palmenplantagen. Das Lichtspiel von Sonne und Schatten durch die Blätter der unzähligen Palmen, die in Reih und Glied standen, waren spektakulär.
Am nächsten Tag machten wir einen Ausflug in die Stadt Krabi. Wir wanderten durch einen Mangrovenwald, fuhren mit unserem Roller an einem Fluss entlang und waren in einem kleinen Shoppingcenter.
Mit einem Longtailboat ging es am darauffolgenden Tag zu der nahegelegenen Halbinsel Railay. Ein Longtailboat ist ein typisches thailändisches Boot, welches mittels Automotor und einer Schiffsschraube am Ende einer langen Lanze, angetrieben wird. Die Fahrt dauerte rund 20 Minuten bis wir am Railay Strand ankamen. Dort folgten wir dem Weg zu dem „Diamond Cave“. Über einen kleinen Holzsteg betraten wir die Höhle. Das Licht wurde immer weniger und über uns konnten wir Fledermäuse hören. Es war schon ein wenig gruselig hier drinnen zu sein. Links und rechts von uns türmten sich riesige Tropfstein-Gebilde. In der Mitte der Höhle war ein kleiner Rundweg und der Anblick der gigantischen Formationen war toll. Anschließend ging es weiter in Richtung Phra Nang Beach. Auf der Hälfte des Weges entdeckten wir den Aufstieg zum Aussichtspunkt, den wir ebenfalls besuchen wollten. Das Schild “Weg gesperrt – Zutritt verboten“, neben dem steilen Aufgang, ließ uns ein wenig zögern. Wir berieten uns aber kurz mit einer netten Französin und setzten uns über das Schild hinweg. Wir begannen zu klettern aber es sah von unten wesentlich schlimmer aus, als es eigentlich war. Der Weg war überall durch ein dickes Seil unterstützt und die Steine waren sehr griffig. Als Einzigen auf dem Aussichtspunkt, war es uns möglich, unsere Drohne fliegen zu lassen. Nach einem kurzen Aufenthalt traten wir den Rückweg an. Der Weg hinunter war deutlich schwieriger, aber dennoch ohne Probleme machbar. Von dort ging es weiter zum Phra Nang Beach, welcher sich auf der anderen Seite der Halbinsel befindet. Der Weg schlängelt sich entlang steiler Kalksteinwänden. Endlich am Strand angekommen sprangen wir in das Meer und genossen die Abkühlung.
Am Nachmittag machten wir uns auf den Weg zurück zum Railay Beach. Von dort fuhr wieder ein Longtailboat zurück nach Ao Nang. Da dies unser letzter Tag in Krabi war, genossen wir am Abend noch gemütlich ein Getränk am Strand und beobachteten den Sonnenuntergang. Außerdem mussten wir vorerst vom Meer Abschied nehmen, da wir am nächsten Tag in den Norden Thailands flogen.
Ao Nang – im Schatten von Krabi




































