Weiter ging es auf eine Nachbarinsel von Koh Phangan – nach Koh Tao. Wieder hieß es eine Fähre nehmen. Koh Tao ist die kleinste der Inseln, die wir in Thailand besucht haben und wir waren gespannt was uns dort erwartet. Nach unserer Ankunft, haben wir uns direkt einen Roller ausgeliehen um mobil zu sein. Um unser gesamtes Gepäck mitsamt uns in das Hotel zu bringen, mussten wir zweimal die Strecke fahren. Im Hotel angekommen, sprangen wir sofort in den Pool und am Abend gingen wir gemütlich Pizza essen.
Für unseren ersten Ausflug am nächsten Tag packten wir unsere Schwimmsachen und reichlich Trinkwasser und los ging die Fahrt zum „John-Suwan Aussichtspunkt“. Das letzte Stück bis zum Ziel mussten wir zwischen Palmen und Felsen hinaufklettern. Oben angekommen, sahen wir türkisfarbenes Meer und saftiges Grün soweit das Auge reichte. Zur Belohnung gingen wir zu dem nahegelegenen „Freedom Beach“. Als wir dort ankamen waren wir von dem Areal sehr beeindruckt. Man hörte Musik und Bäume reihten sich in kristallklarem Wasser aneinander – wir fanden diesen Ort magisch schön. Nach ein paar Schnorchelrunden und ausreichend Zeit in der Sonne fuhren wir zurück ins Hotel.
An einem der nächsten Tage machten wir uns auf die Suche nach einem weiteren Aussichtspunkt. Dieser Tag entwickelte sich zu einem richtigen Abenteuer. Die Fahrt führte uns über Stock und Stein und als Erstes machten wir Halt bei einer älteren Dame mit dem Schild „Aussichtspunkt hier entlang“. Wir bezahlten ihr einen Euro Eintritt und gingen durch den Garten zu einem Felsvorsprung. Wir hatten von hier aus zwar einen wunderbaren Blick über einen Teil der Insel, aber es war nicht der Aussichtspunkt den wir eigentlich besuchen wollten. Also stiegen wir wieder auf den Roller und weiter ging die wilde Fahrt. Durch den Regen der letzten Tage, war der unbefestigte Weg teilweise komplett ausgewaschen und voller Steine. Daher zogen wir es vor, den Roller an einem bestimmten Punkt abzustellen und zu Fuß weiter zu gehen. Wir kamen bei zwei weiteren Aussichtspunkten vorbei. Da sich diese jedoch in Privatbesitz befinden, waren sie überteuert. Wir einigten uns darauf, sie nicht zu besuchen. Außerdem waren wir immer noch nicht bei dem Aussichtspunkt den wir eigentlich sehen wollten. Wir kehrten zurück zum Roller und machten uns weiter auf die Suche. Nach einem steilen Stück bergab, stiegen wir erneut ab und gingen zu Fuß. Unterwegs konnten wir Musik hören und stellten fest, dass es aus einem alleinstehenden Haus kam. Auf Google Maps war dort eine Bar eingezeichnet und so wollten wir nach dem weiteren Weg fragen. Da uns die Einfahrt zu dem Haus ein wenig irritierte (es lagen alte Matratzen herum und es sah trotz allem sehr verlassen aus) drehten wir doch wieder um. Wir hatten Bedenken auf wen oder was wir dort stoßen würden 😅. Somit ging es für uns weiter bergab und nach zehn Minuten kamen wir in einen Wald. Das Gras im Wald ging uns teilweise bis zu den Knien und um nicht in Spinnennetze zu laufen fuchtelten wir mit Stöcken wild vor uns herum. Irgendwann war es Conny dann doch zu viel und wir kehrten um, da auch hier kein Aussichtspunkt war. Wiederum bei dem alleinstehenden Haus angelangt, nahmen wir all unseren Mut zusammen und gingen doch dorthin. Es stellte sich heraus, dass hier ein sehr netter alter Mann lebt, welcher uns sofort Bananen angeboten hat. Leider konnte er fast kein Englisch und uns somit auch nicht den Weg zu unserem eigentlichen Ziel erklären. Er bot uns freundlicherweise den Blick von seinem Garten aus an. Auch dieser Ausblick war sehr schön. Leider sahen wir in der Ferne ein Gewitter aufziehen. Um diese „Harakiri“ Straße nicht bei Regen fahren zu müssen, traten wir sofort unsere Rückfahrt mit dem Roller an. Obwohl wir den gesuchten Aussichtspunkt nicht finden konnten, war es ein abenteuerlicher und schöner Tag.
An unserem letzten Tag mit unserem Gefährt, fuhren wir in den Osten der Insel. Schon auf dem Weg bergab Richtung Strand bemerkten wir, dass der Hinterreifen nicht rund läuft und mussten feststellen, dass der Reifen platt war. So hielten wir bei einer kleinen Hütte. Ein Mann kam uns gleich mit einer Luftpumpe entgegen um uns zu helfen. Leider war der Schlauch innen geplatzt und wir konnten selbst nichts machen. Somit wollte Krissi langsam und allein zurück zum Verleih fahren, um das Problem zu lösen. Ich blieb einstweilen bei dem Mann und bekam eine Führung durch den Garten, den er mir stolz präsentierte. Ich verkostete verschiedene Beeren und eine saure, unreife Mango 😅.
In der Zwischenzeit hatte Krissi sehr mit dem Roller zu kämpfen, denn die Felge drehte sich im Reifen durch, was ihn dazu bewog nicht zum Verleih zu fahren, sondern unterwegs Hilfe zu suchen. Er fand sehr schnell eine kleine Werkstatt und bekam innerhalb kurzer Zeit für 4€ den Reifen gewechselt. Nach etwa einer Stunde kam er zurück und holte mich ab. Endlich konnten wir unsere Fahrt zum Strand fortsetzen. Wir fuhren noch verschiedene Strände an und am Ende des Tages gaben wir den Roller zurück.
Unsere Abenteuer auf Koh Tao






























