Nach gut fünf Stunden Busfahrt mit dem Flixbus (für 24 Euro pro Person), kamen wir in Los Angeles Downtown an. Anschließend brachte uns ein Linienbus nach Koreatown, zu unserer Unterkunft. Auf dem Weg dorthin, waren wir geschockt. Auf den Gehsteigen reihte sich ein Zelt an das nächste, und Müll türmte sich am Straßenrand. „Das soll Los Angeles sein?“, dachten wir uns. „Wir werden sehen“.
Unser nächstes Projekt war ein Coronatest für die Weiterreise nach Thailand. Wir suchten uns im Internet diverse Gratisteststellen heraus und klapperten diese am nächsten Tag ab. Leider stellte sich unser Vorhaben als ziemliches Problem heraus, und wir mussten den ganzen Tag dafür opfern. Durch die damalige Überlastung der Labore, dauerten Ergebnisse oft 72 Stunden. Da wir aber in zwei Tagen schon fliegen würden und unser Ergebnis nicht älter als 48 Stunden vor Abflug sein durfte, blieb uns nichts anderes übrig, als einen Rapid-PCR Test direkt am Flughafen zu buchen. Am nächsten Morgen um 9:00 Uhr war der ganze Spuk vorbei und wir um insgesamt 250 Dollar = 221,00€ leichter. Nachdem wir nicht wussten, ob Krissi bereits negativ war oder ob es jetzt vielleicht Conny erwischt hatte, waren wir entsprechend nervös bis wir das Ergebnis hatten.
Den Rest des Tages verbrachten wir mit Sightseeing. Wir besuchten den berühmten Walk of Fame und machten eine Bustour durch die Hollywood Hills. Leider bestätigte sich dabei erneut, dass die Situation mit den Obdachlosen überhandgenommen hatte. Bereits in der U-Bahn begegneten wir einigen Obdachlosen, von denen wir annahmen, dass sie unter Drogeneinfluss stehen. Selbst direkt auf dem berühmten Walk of Fame war die Situation nicht besser und wir fühlten uns teilweise ziemlich unwohl. Die Gesamtsituation machte uns sprachlos.
Die Tour durch die Hollywood Hills führte uns an vielen Villen, auch von diversen Stars und bekannten Häusern aus Fernsehserien vorbei. Hier bei den Stars und Sternchen hat man von der Problematik mit den Obdachlosen, natürlich nichts gemerkt. In der ganzen Stadt konnte man den Unterschied zwischen arm und reich deutlich spüren. Der letzte Stop der Bustour war das Dolby Theatre, in dem jedes Jahr die Oscars verliehen werden. Hier verließen wir den Bus und gingen zu den bekannten Hand- und Fußabdrücken der Stars.
Am dritten und letzten Tag in Los Angeles besuchten wir das Griffith Observatory (eine Sternwarte) auf der Südseite des Mount Hollywood in 300m Höhe, um einen Blick auf das Panorama zwischen dem Zentrum von LA und den berühmten Hollywood Schriftzug zu werfen. Nach einem kurzen Rundgang durch die Warte fuhren wir mit der U-Bahn quer durch die Stadt zum Santa Monica Pier, der sowohl Wahrzeichen der Stadt, als auch Enpunkt der berühmten Route 66 ist.
Dieser ist auch bekannt für seinen Freizeitpark und man hat einen einzigartigen Blick auf den Sonnenuntergang. Etwa in der Mitte des Stegs hinaus aufs Meer, konnten wir bei einer kleinen Tanzshow zusehen, bei der Krissi kurzzeitig als Statist herhalten musste. 😆 Zum Abschluss gingen wir an die Spitze des Piers und genossen die Aussicht auf den Ozean.
Am Abend kam dann endlich das Testergebnis und es war NEGATIV 😍 Uns fiel ein großer Stein vom Herzen, denn jetzt stand unserer Weiterreise nichts mehr im Weg.
Fazit zu Los Angeles: Es hat uns nicht wirklich gefallen. Wir waren entsetzt wie viele Leute hier obdachlos sind und auch den Walk of Fame hatten wir uns beeindruckender vorgestellt. Luxus und Glamour suchten wir vergeblich.
Los Angeles – Arm und Reich






































