Florida Roadtrip – Teil 1

Am 02. Jänner endete unsere untätige Zeit, denn wir starteten unseren Roadtrip durch Florida. Morgens holten wir uns am Flughafen unseren Mietwagen ab. Die Übergabe verlief schnell und bald schon waren wir mit unserem Toyota Corolla auf Miamis Straßen unterwegs.
Unser erster Stopp war Miami Beach. Miami Beach ist eine Stadtinsel, welche mittels Brücken mit dem Festland verbunden ist. Als wir über eine der großen Brücken fuhren, waren wir von dem Ausblick aufs Meer sowie deren Länge sehr beeindruckt. In Miami Beach war unser erstes Ziel natürlich der Strand. Das Wasser war recht frisch und der Sand fühlte sich künstlich an 😅.
Nach einer Stunde Sonnenbaden, fuhren wir weiter nördlich zum nächsten Strand. Hier konnten wir Kite Surfer beobachten und die Nachmittagssonne genießen. Am Abend verließen wir Miami Beach und machten uns auf den Weg nach “Homestead“, wo wir die nächsten zwei Nächte verbrachten.
Am nächsten Tag ging es zum südlichsten Punkt der Vereinigten Staaten – nach Key West. Am vorherigen Tag waren wir schon von den Brücken beeindruckt, aber die Brücken nach Key West übertrafen alles. Für Conny war es unvorstellbar wie es möglich ist, solche Brücken ins Meer zu bauen
Auf halber Strecke machten wir Halt, um eine Kleinigkeit zu essen. Wir wählten “Gator Bites“, also frittierte Alligator Stücke. Für uns war es der erste Alligator und schmeckte wie eine Mischung aus Huhn, Schwein und Fisch und war sehr lecker.
Gestärkt ging die Fahrt weiter in den Süden. Nach insgesamt 3,5 Stunden sind wir endlich am Ziel angekommen. Für 5 Dollar = 4,50 € Eintritt fuhren wir in den “Fort Zachary Taylor Historic State Park“. Das ist ein kleiner Park mit Strandzugang und einem alten Militärstützpunkt für die sichere Unterbringung des damaligen Präsidenten Zachary Taylor, Mitte des 19. Jahrhunderts.
Da es etwas bewölkt war, gingen wir nicht schwimmen sondern schauten ein paar Männern beim Angeln zu und genossen das Meeresrauschen. Wir machten noch einen kurzen Rundgang durch den alten Stützpunkt bevor wir uns wieder mit dem Auto auf den Weg zurück machten. Unterwegs tranken wir noch an einem Pier einen Kaffee. Mit dem Sonnenuntergang im Rücken fuhren wir endgültig zurück ins Hotel.
Am Dritten Tag unseres Roadtrips besuchten wir den Everglades National Park. Für die Zufahrt zum Park mussten wir 30 Dollar = 26,91 € Gebühr für das Fahrzeug bezahlen. Da das Ticket sieben Tage gültig ist, fanden wir den Preis allerdings angemessen. Unser Ziel im Park war der “Anhinga Trail“, welcher ein kleiner Rundweg durch das Sumpfgebiet ist. Mit etwas Glück sieht man dort Alligatoren, Schlangen, Schildkröten und andere Tiere. Das Glück war auf unserer Seite und wir sahen genau diese Tiere. Als nächsten Trail erkundeten wir den “Gumbo Limbo Trail“ welcher sich gleich neben dem vorigen befand. Ebenfalls ein kleiner Rundweg, diesmal aber durch den Wald.
Gumbo Limbo ist ein Baum, mit roter Rinde welche sich leicht abziehen lässt und dort vermehrt wächst. Daher kommt auch der Name “Gumbo Limbo Trail“ 😊. Im Wald konnten wir außer Bäumen und Pflanzen keine Tiere entdecken. Nach den beiden kurzen Spaziergängen nahmen wir wieder das Auto und fuhren zu einem Aussichtspunkt. Erst dort wurde uns allmählich klar, wie groß das Gebiet der Everglades ist und welche Vielfalt man hier findet. Von Sumpfgebieten über Mangrovenwälder bis hin zu Pinienwäldern.
Nun ging es für uns endlich zum Highlight und Abschluss unseres Tages – eine Airboat-Tour durch das Sumpfgebiet. Wir entschieden uns für den “Gator-Park“. Dort bezahlten wir für eine 30-minütige Airboat-Tour und eine 30-minütige Tiershow 28 Dollar = 25,12 € pro Person. Die Airboat-Tour war großartig. Nicht nur, dass wir dutzende Alligatoren und Vögel sehen konnten, sondern auch die Fahrt selbst hat riesig Spaß gemacht. Wie das Boot auf dem Wasser gleitet und quer dahin driftet, war ein ganz neues Erlebnis. Unterwegs konnten wir sogar einen Alligator sehen, der gerade genüsslich eine Schildkröte verspeiste. Nach der Bootstour besuchten wir die Tiershow. Hier erfuhren wir ein paar Fakten über die Everglades und konnten einen afrikanischen Skorpion, sowie einen Babyalligator bestaunen. Schlussendlich besuchten wir noch das dazugehörige Restaurant und aßen ein zweites Mal Alligator. Diesmal war es geschmacklich noch etwas besser 😍.
Den Rest des Tages verbrachten wir im Auto, denn wir fuhren weiter in den Norden bis nach Palm Bay.

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