Puerto Viejo – Karibisches Meer

Von Manuel Antonio aus, durchquerten wir das ganze Land, denn es ging zur gegenüberliegenden Küstenseite Costa Ricas, nach Puerto Viejo. Der Tag begann mit einem holprigen Start, denn der erste Bus um 08:00 Uhr war ausgebucht. Somit mussten wir über zwei Stunden auf den nächsten Bus warten. Zu allem Übel begann es auch noch zu regnen. Die Busfahrt dauerte insgesamt (mit einmal umsteigen in San José) über zehn Stunden. Dementsprechend sind wir am Abend nur noch ins Bett gefallen. Leider mussten wir feststellen, dass die Luftfeuchtigkeit in Puerto Viejo sehr hoch war. Im Zimmer fühlte sich alles feucht an und somit ließen wir unsere Taschen geschlossen, in der Hoffnung, dass nicht unsere ganze Kleidung ebenfalls feucht wird.
Den ersten Tag, nutzten wir für organisatorische Dinge. Wir fuhren mit einem Tuk Tuk in die Stadt und kümmerten uns um unsere Bustickets für die Rückreise nach San Jose am 23.12. Außerdem schlenderten wir durch einige kleine Läden. Für das Abendessen planten wir ein Gericht aus der Heimat – Rinderrouladen 😍. Wir gingen in den größten Supermarkt dort und hofften, alle Zutaten zu finden. Glücklich, dass wir alles bekommen hatten, standen wir kurze Zeit später in der Küche und fingen an zu kochen. Leider fehlte uns ein Schnitzelklopfer – Not macht erfinderisch und Krissi nahm einfach eine Pfanne zum Klopfen. 😅 Das Endergebnis war einfach köstlich 😍
Am nächsten Morgen ging es wieder einmal in einen Nationalpark. Der Cahuita Nationalpark hat zwei Eingänge. Beim Südeingang zahlt man für den Eintritt 10 Dollar = 8,72 € pro Person und beim Nordeingang, direkt am Strand, ist der Eintritt gegen eine freie Spende erlaubt. Wir gaben insgesamt 5000 Colones = 6,88 € und spazierten, in der Hoffnung wieder viele Tiere zu sehen, hinein. Der Park verläuft entlang des Strandes, somit hörte man links das Meer rauschen und rechts zwitscherten die Vögel im Dschungel. Nach 30 Minuten sahen wir die ersten Affen im Baum schwingen. Zu Krissis Freude konnten wir auch eine ca. handtellergroße Spinne entdecken. Das Wetter war perfekt zum Wandern, denn es war nicht zu heiß und auch nicht zu schwül. Da wir noch keine Krokodile gesehen hatten, freuten wir uns über das Schild „Crocodiles – do not swim – do not feed“. Wir starrten in das Dickicht, konnten aber leider nichts erkennen. Beeindruckt von der Natur und den vielen verschiedenen Pflanzen gingen wir weiter. Plötzlich hörten wir aus der Ferne für uns fremde Geräusche. Es klang wie das Brüllen eines Jaguars und das typische „uh, uh, uh“ von Affen. Tatsächlich war es eine Familie von Brüllaffen die sich lautstark in den Bäumen „unterhielten“. Neben den Affen konnten wir ein Waschbärenpärchen über uns in den Bäumen beobachten. Sie saßen ganz gelassen dort, putzten ihr Fell und ließen sich von den brüllenden Affen nicht aus der Ruhe bringen. Wieder einmal waren wir glücklich und fasziniert, diese ausgefallene Tierwelt beobachten zu können. 
Da es in den letzten Tagen geregnet hatte, entpuppte sich der Weg teilweise als Herausforderung. An manchen Stellen stand der gesamte Weg unter Wasser und wir mussten uns eine Alternative dazu suchen. Manchmal mussten wir durch die Büsche hindurch oder auf Äste oder Wurzeln steigen, welche aus dem Wasser ragten. Zum Glück haben unsere Turnschuhe die Wanderung trocken überlebt. 
Zur Mittagszeit legten wir eine Pause ein und bereiteten unser Brot mit Käse und Gurke zu. Natürlich waren wir nicht allein, denn um uns herum streunten zwei neugierige Waschbären und ein Affe sprang auf den Palmen über uns herum. Derselbe Affe hat kurze Zeit später Laurent ein halbes Baguette aus den Händen gerissen. Ohne weiteren Zwischenfall konnten wir aber den Rest unserer Jause am Strand genießen.
Da wir gerade mal die Hälfte der Strecke hinter uns hatten, machten wir uns schnell wieder auf den Weg. Kurze Zeit später, kamen wir vom Strand auf einen Holzpfad durch den Wald. Inzwischen war es 14:00 Uhr, wir waren schon müde und freuten uns auf das Ende der Wanderung 😅. Nach fast zehn Kilometern Fußmarsch, konnten wir zum Abschluss noch einen türkisen, giftigen Frosch entdeckten. Mit einem Taxi ging es wieder zurück nach Puerto Viejo und wir genossen noch ein Eis in der Stadt.
Am nächsten Morgen klingelte der Wecker um 04:30 Uhr, denn wir wollten den Sonnenaufgang am Strand bewundern. Mit der Drohne und einem Handtuch im Gepäck, machten wir uns auf den Weg. Leider konnten wir den Sonnenaufgang nur über die Drohne beobachten, weil eine Landzunge den direkten Blick verdeckte. Nach unserem morgentlichen Ausflug, legten wir uns nochmal schlafen.
Nach ein paar weiteren Stunden Schlaf, packten wir unsere Badesachen und es ging erneut zum Strand. Da Costa Rica für seine kilometerlangen Strände bekannt ist, beschlossen wir, an diesen entlang zu spazieren. Nach guten zwei Kilometern fanden wir ein schönes Plätzchen und machten Halt. Zum ersten Mal konnten wir unsere Hängematte zwischen zwei Palmen spannen und das herrliche Wetter genießen. Auch das Meer war angenehm warm und sehr ruhig.
Am späten Nachmittag machten wir uns wieder auf den Weg zurück zur Unterkunft. Dies war unser letzter Tag in Puerto Viejo und auch unser letzter Abend mit unseren neuen Freunden. Deshalb beschlossen wir, am Abend essen zu gehen. Mit vollen Bäuchen ging es zurück in die Unterkunft, wo wir noch zum Abschied eine Flasche Wein miteinander tranken. 

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