Unsere Reise ging weiter nach Mérida und wir hatten Glück, denn unser Vermieter unserer Unterkunft in Valladolid war so nett und nahm uns mit seinem Auto mit nach Mérida. Gut für uns, so sparten wir uns den Bus. 😁 Nach zweienhalb Stunden Fahrt sind wir angekommen. Die ehemalige Kolonialstadt ist eine der sichersten Städte Mexikos. Am ersten Abend gingen wir in einen riesigen Walmart, der ganz in der Nähe unserer Unterkunft war, um für Frühstück und Abendessen einkaufen. Im Supermarkt konnte man endlich wieder nach europäischer Gewohnheit einkaufen. Um zu unserer Unterkunft zurück zu kommen, nahmen wir den Fahrtendienst eines Einheimischen an. Dieser fuhr mit seiner „APE“ (siehe Bilder) als Taxi herum, um ein wenig Geld zu verdienen. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten, das Gefährt wollte nicht anspringen, waren wir dann doch ziemlich schnell auf den holprigen Straßen unterwegs. Am nächsten Morgen ging es mit dem Bus für 8 Pesos = 0,35 € pro Person ins Stadtzentrum von Mérida. Dort haben wir einen netten Einheimischen getroffen, der uns gleich Tipps für die Stadt und das Abendprogramm gab. Auf seine Empfehlung gingen wir in den „Mercado Principal“, das ist ein berühmter Mayamarkt hier in Mérida. Auf diesem Markt werden Hängematten, Decken, Teppiche und vieles mehr aus Sisalfasern, die mit Baumwolle gemischt werden, in Handarbeit hergestellt. Wir bekamen eine ausführliche Erklärung, wie Hängematten hergestellt werden und einen kurzen Einblick in die Mayakultur. Was für uns unvorstellbar war, ist, dass Familien aus der Mayakultur kein Bett besitzen, sondern ihr Leben lang in Hängematten schlafen. In unserer Vorstellung liegt man wie eine Banane in einer Hängematte, hier allerdings sind sie so groß, dass man diagonal liegen kann. Da unser Gepäck randvoll ist, mussten wir den Markt leider mit leeren Händen verlassen. Anschließend schlenderten wir durch die Straßen und bewunderten die Architektur. Am Abend wurde auf der Fassade der Kathedrale eine Lichtshow gezeigt. Es war sehr beeindruckend anzusehen und danach gingen wir in eine Bar mit Livemusik und ließen den Abend gemütlich mit einem Cocktail ausklingen.
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