Eigentlich hatten wir für heute den Plan, eine der vielen Zenoten hier in der Nähe von Tulum zu besuchen, doch aufgrund des Unwetters letzte Nacht haben wir kurzfristig (07:10 Uhr – kurz nach dem Aufstehen) umdisponiert. Der Grund dafür ist, dass Zenoten nach starkem Regen ihre Besonderheit verlieren. Das türkisfarbene, kristallklare Wasser wird trüb und bräunlich. Zusätzlich dazu sind die Zenoten in der Nähe von Valladolid (unserem nächsten Stop in Mexiko) sowieso viel schöner und günstiger. Neuer Plan – auf zum Strand “Santa Fe“. Dieser ist von unserer Unterkunft ca. 30 Gehminuten entfernt. Zum Glück kann Conny schon wieder relativ gut und schmerzfrei gehen. Der Weg führte uns vorbei an den schreienden Parkplatzwärtern, den Maya-Ruinen und gefühlt hunderten Menschen, die allerlei Sachen zu verkaufen versuchen. Am Strand angekommen haben wir einen schönen Schattenplatz unter einigen Palmen gefunden. Der Strand selber ist ein klassischer weißer Sandstrand, wie er hier überall in Mexiko zu finden ist. Wichtig zu bedenken ist, dass besonders hier in Tulum, die Strände gerne voller Seegras sind, was natürlich das Bade- als auch das Geruchserlebnis komplett zerstört. Wir hatten Glück und haben fast kein Seegras vorgefunden. Nach ca. 3 Stunden Strand gingen wir zurück zum Hostel. Auf dem Rückweg ist uns allerdings, wie schon die Tage davor, eine „Bretzel – Panaderia Alemana“ Werbung aufgefallen. Das hat natürlich unser Interesse geweckt und wir haben spontan einen Abstecher dorthin gemacht. Dort angekommen stellte sich heraus, dass die Besitzer des Lokals ein deutscher Bäcker und seine Frau sind. Es gab Apfelstrudel, Zimtschnecken, Marzipancrossaints sowie Brezeln und Käsestangen in verschiedenen Variationen. Wir entschieden uns für einen Eiskaffee, eine Zimtschnecke und ein Marzipancrossaint – es war köstlich 😍 Anschließend haben wir uns noch über eine Stunde lang mit der Besitzerin unterhalten. Sie ist Mexikanerin, kam aber schon viel in der Welt herum. Durch ihren Mann lebte sie 5 Jahre in Deutschland, sie lebten aber auch schon in Kanada, Spanien und Frankreich. Zu Beginn der Pandemie zogen sie allerdings wieder zurück nach Mexiko, renovierten eine Unterkunft und eröffneten vor drei Wochen das Café. Sie gab uns tolle Reisetipps, sowohl über Mexiko, als auch über Guatemala, Nicaragua, Costa Rica und Südamerika. Wir hatten hier eine schöne Zeit und am liebsten hätten wir uns noch ewig mit der Frau unterhalten wollen. Morgen werden wir auf alle Fälle für ein Frühstück und eine Brezel zurück kommen.
Strand “Santa Fe“- Tulum







